Schlagwort: Forschung

Das Bundesamt für Strahlenschutz im Konflikt mit der Wissenschaft

In ihrem Übersichtsartikel Manmade Electromagnetic Fields and Oxidative Stress – Biological Effects and Consequences for Health zur Frage der Entstehung von oxidativem Stress durch elektro­magnetische Felder [1] berücksichtigen Schürmann und Mevissen alle im letzten Jahrzehnt in wissenschaft­lichen Fachzeitschriften publizierten Ergebnisse von Tier- und Zellstudien. Sie kommen dabei zu folgender Erkenntnis:  Hochfrequente (RF) und niederfrequente (ELF) elektro­magnetische Felder (EMF) haben in den meisten dieser Studien zu einer Zunahme reaktiver sauerstoff­haltiger Moleküle (ROS) geführt und damit oxidativen Stress ausgelöst. Sie sehen es deshalb als gesichert an, dass elektromagnetische Felder im Tierversuch reaktive sauerstoffhaltige Moleküle (ROS) produzieren. Gesundheitsschädlich sind ROS-Bildung und oxidativer Stress jedoch nur dann, wenn das Gleichgewicht zwischen ROS-bildenden und ROS-abbauenden Enzymaktivitäten auf Dauer gestört ist. Dieses hätte nämlich zur Folge, dass der Ablauf vieler physiologischer Prozesse, die für die Erhaltung der Gesundheit notwendig sind, beeinträchtigt ist. Selbst wenn die methodischen Schwächen einzelner Studien berücksichtigt werden, gibt es zusätzlich eindeutige Hinweise dafür, dass die Hochfrequenzstrahlung, sogar unterhalb der Grenzwerte, auch das oxidative Gleichgewicht verändern kann. Die vorliegenden Ergebnisse reichen allerdings für die Abschätzung möglicher ROS-bedingter gesundheitlicher Risiken beim Menschen nicht aus. Dafür müsste der Nachweis erbracht werden, dass das physiologische Verhältnis aus ROS-Synthese und ROS-Abbau auch dauerhaft gestört sein kann. Und dazu wären weiterführende Untersuchungen unter standardisierten Bedingungen erforderlich.

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Baumschäden durch Mobilfunkstrahlung – Verrat an der Wissenschaft mit Folgen für den Naturschutz

Im vor kurzem von der ‚Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie e.V.‘ publizierten Beobachtungsleitfaden Baumschäden durch Mobilfunkstrahlung von Dipl.-Forstwirt Helmut Breunig wird in Bildern aufgezeigt, wie wenig die Mobilfunktechnologie in ihrer gegenwärtigen Form mit den Prinzipien des Umweltschutzes in Einklang zu bringen ist. Dass an der Kausalität des Zusammenhangs keinerlei Zweifel mehr bestehen können, wird in der Langzeitstudie von Cornelia Waldmann-Selsam und Kollegen überzeugend belegt. Trotzdem vermitteln Industrie und Politik seit Jahren den Eindruck, dass sie an einer wissenschaft­lichen Bearbeitung des Themas nicht interessiert sind. Dazu mögen vor allem die Forschungsergebnisse des Alexander Lerchl beigetragen haben, der mit seiner Arbeitsgruppe von 1999 bis 2001 die Wirkungen der Hochfrequenzstrahlung auf verschiedene Nadelbaumarten untersucht und dabei massive strahlenbedingte Schäden nachgewiesen hat. Bei dieser Sachlage stellt sich natürlich die Frage, ob die Hochfrequenzstrahlung, die derartige Schäden in der Natur anrichtet, nicht auch eine Bedrohung für die Gesundheit der Menschen darstellt, weil sie prinzipiell gegen lebende Organismen jeder Art gerichtet ist.

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Neues von der NTP-Studie: Plenarsitzung anlässlich der BioEM2016 in Ghent, Belgien

Im Mai 2016 wurden nach erheblicher Verzögerung erste Ergebnisse der Studie des U.S. National Toxicology Program (NTP) zu den Auswirkungen einer Langzeitexposition von Ratten gegenüber der Mobilfunkstrahlung veröffentlicht. Sie bestätigen, was die Mobilfunkindustrie und die von ihr angeheuerten Wissenschaftler wider alle Vernunft bis heute abstreiten, dass die Mobilfunkstrahlung über ein krebserzeugendes Potenzial verfügt. Wie die Autoren der NTP-Studie freimütig bekunden, hatten sie einen solchen Ausgang des Forschungsvorhabens nicht erwartet.

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Spendenaufruf 2013: Hinrntumorrisiko steigt signifikant an

Neue Ergebnisse bestätigen den Anstieg des Hirntumorrisikos durch die Mobilfunkstrahlung. Die Arbeitsgruppe von Professor Lennart Hardell an der Örebro-Universität in Schweden hat das Forschungsvorhaben. Die Arbeitsgruppe von Professor Lennart Hardell an der Örebro-Universität in Schweden hat das Forschungsvorhaben – wie 2011 in ihrem Forschungsantrag an die Stiftung Pandora beschrieben –  inzwischen abgeschlossen und vor kurzem die Ergebnisse publiziert.

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Gekaufte Wissenschaft und gekaufte Medien als unsichtbarer Feind der Gesellschaft

Die gerade erschienenen ZEIT-Artikel „Gekaufte Wissenschaft“ und „Der unsichtbare Feind“ sind – wenn auch auf unterschiedliche Weise – Belege für die Bereitschaft nicht nur der Wissenschaft, sondern auch der Medien, es mit der Wahrheit aus Furcht vor Nachteilen oder aufgrund von Vorteilen im persönlichen oder institutionellen Bereich nicht so ernst zu nehmen.

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Dänische Kohortenstudie durch Hardell überprüft

Lennart Hardell und Kollegen haben die Dänische Kohortenstudie und die daraus gezogenen Schlussfolgerungen eingehend geprüft und das Ergebnis ihrer Arbeit in den Reviews on Environmental Health veröffentlicht. Franz Adlkofer sieht in diesem Vorgang ein weiteres Beispiel für den Missbrauch der Wissenschaft im Interesse der Mobilfunkindustrie.

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