Kategorie: 2020

Endet die deutsche Rechtsstaatlichkeit dort, wo die Interessen von Politik und Mobilfunkindustrie betroffen sind?

Teil 1: Gerichtliche Auseinandersetzung
zwischen Professor Franz Adlkofer und der Süddeutschen Zeitung


Von Franz Adlkofer – vom 12.10.2020
Pandora | Stiftung für unabhängige Forschung
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Zusammenfassung

In der gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen Professor Franz Adlkofer und der Süddeutschen Zeitung (SZ) geht es um die Frage, wie die Ergebnisse der europäischen REFLEX-Studie, die von 2000 bis 2004 von Prof. Adlkofer koordiniert wurde, zu beurteilen sind. Die REFLEX-Studie, in der die bio­logischen Wirkungen elektromagnetischer Felder, darunter auch die der Mobilfunkstrahlung, unter­sucht wurden, war von der EU-Kommission mit etwas mehr als zwei Millionen Euro gefördert worden. Nach Auffassung von Prof. Adlkofer ist das in der REFLEX-Studie nachgewiesene genschädigende Potential elektromagnetischer Felder inzwischen mit unterschiedlichen Methoden in zahlreichen und mit derselben Methode wie in der REFLEX-Studie in einigen wenigen Studien bestätigt worden ist. Dagegen behauptet die SZ in ihrem Artikel Daten zu Handygefahr unter Verdacht vom 12.07.2011: „Die Ergebnisse konnten so allerdings nie von anderen Labors reproduziert werden“. Für Prof. Adlkofer ist das Wörtchen „so“ in diesem Satz lediglich eine journalistische Floskel, mit der die Absicht der SZ, die REFLEX-Ergebnisse als fragwürdig darzustellen, verschleiert werden soll. Die SZ vertritt dagegen die Auffassung, dass der Satz der Wahrheit entspricht, da sich das Wörtchen „so“ ausschließlich auf die Methodik der Reproduktion der Ergebnisse bezieht und die Frage, ob die REFLEX-Ergebnisse richtig oder falsch sind, gar nicht betrifft. Prof. Adlkofer spricht sie das Recht auf Klage ab, weil er in dem Artikel nicht namentlich genannt wird. Auch das Recht auf Betroffenheit gesteht sie ihm nicht zu.

Bei der Einführung von 5G durch Mobilfunkindustrie und Politik ersetzt Lobbyismus die Aufklärung

Deutschland soll Weltspitze bei der digitalen Infrastruktur und Leitmarkt für die neue Mobilfunk­generation 5G in Europa werden. Mit dieser Technologie soll die Entwicklung innovativer Dienste und Anwendungen (Industrie 4.0, autonomes Fahren, Internet der Dinge) gefördert werden. Die ersten für den 5G-Betrieb nötigen Frequenzlizenzen wurden im Juni 2019 für rund 6,6 Milliarden Euro ver­steigert. 5G ist in Deutschland inzwischen verfügbar, zunächst allerdings nicht bundesweit, sondern nur in einigen ausgesuchten Städten. Wenn es nach dem Willen von Politik und Mobilfunkindustrie geht, soll 5G noch 2020 weitflächig starten. Wie bei den Vorgängergenerationen erfolgt die Ein­führung wiederum ohne vorausgehende Risikoabschätzung. Dies ist der eigentliche Grund, warum das Vorgehen auf Kritik stößt. Doch das Strahlenkartell zieht es auch diesmal vor, Fakten zu schaffen [1].

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Einordnung der Covid-19-Pandemie im Vergleich zu anderen Ursachen, die das Leben der Menschen auf dem Planeten Erde bedrohen

Dr. Magda Havas, Professorin an der Trent University, Kanada, ist eine international bekannte Wissenschaftlerin, die aufgrund eigener Forschungsergebnisse zur Überzeugung gelangt ist, dass die seit Jahrzehnten massiv angestiegene Strahlenbelastung ein gesundheitliches Risiko für die Menschheit darstellt. In ihrem Artikel Putting the Corona Virus (Covid-19) Deaths into Perspective [1] (auf Deutsch: Relativierung der durch das Corona-Virus bedingten Todesfälle) vergleicht sie die Sterberate bei der Covid-19-Pandemie mit der anderer globaler Ursachen, durch die gegenwärtig Leben und Gesundheit der Menschen bedroht sind (Tabelle 1).

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