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Mastbruch: Beginn


Erste Informationen

Prof. Adlkofer dankt zunächst Frau Ellen Zajonz und ihren Mitarbeitern von der Bürgerinitiative Gegenwelle e.V. für den großen persönlichen Einsatz bei der Vorbereitung des Forschungsvorhabens. Dann erläutert er den Stand der internationalen Forschung. Dabei betont er, dass es bis jetzt keine Beweise gibt, die ein gesundheitliches Risiko für Menschen im Umfeld von Basisstationen belegen. Allerdings ist der Stand des Wissens über die biologische Wirkung der Mobilfunkstrahlung auf den Menschen gegenwärtig immer noch so dürftig, dass es auf der anderen Seite auch nicht möglich ist, ein gesundheitliches Risiko mit der erforderlichen Sicherheit auszuschließen. Die vorhandenen wissenschaftlichen Daten mahnen insgesamt zur Vorsicht.

Dr. Neitzke informiert die Zuhörer über die vom ECOLOG-Institut geplanten Messungen, mit denen festgestellt werden soll, wie stark die Strahlenbelastung jedes einzelnen Teilnehmers an der Pilotstudie wirklich ist. Fest steht bereits jetzt, dass die Nähe zur Basisstation oder - anders ausgedrückt – der Abstand von ihr darüber keine zuverlässige Aussage zulässt. Bei der individuellen Strahlenbelastung muss zudem berücksichtigt werden, ob unabhängig von der Basisstation dazu auch andere Quellen einen Beitrag leisten.

Prof. Mosgöller klärt die Zuhörer darüber auf, welche Untersuchungen von ihm in den nächsten Tagen durchgeführt werden und welche Fragen damit beantwortet werden sollen. Des Weiteren erläutert er den organisatorischen Ablauf der Untersuchung und bittet um rege Teilnahme.

Im Verlauf der nachfolgenden nahezu zweistündigen Diskussion, in der keine der gestellten Fragen unbeantwortet bleibt, betont Prof. Adlkofer, dass das Forschungsvorhaben ergebnisoffen durchgeführt wird. Keiner der an dem Projekt teilnehmenden Wissenschaftler geht mit einer vorgefassten Meinung an die Arbeit. Er bittet die anwesenden Bürgerinnen und Bürger von Mastbruch, die nahezu vollzählig ihre Bereitschaft zur Mitwirkung am Projekt erklären, dafür zu werben, dass auch diejenigen, die nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnten, sich als Versuchspersonen eintragen lassen. Die Aussagekraft der Pilotstudie ist abhängig vom Anteil der Bevölkerung, der an der Studie teilnimmt. Abschließend teilt Prof. Adlkofer mit, dass Dr. med. Horst Schöll, Radiologe in Paderborn, der Mitglied des Forschungskonsortiums ist und dessen Interessen vor Ort vertritt, bereit ist, jederzeit das Projekt betreffende Fragen der Bürgerinnen und Bürger von Mastbruch zu beantworten.


Erste Untersuchung

In der Zeit vom 22. bis 24. März wurden im Verlauf der von Prof. Mosgöller durchgeführten Erstuntersuchung von mehr als 250 Personen standardisierte Fragebögen zur Erfassung der subjektiven individuellen Befindlichkeit ausgefüllt und abgegeben. Bei 100 Personen wurde die Aktivität der freien Radikale im Blut, und, wenn diese auffällig hoch war, zusätzlich die antioxidative Reserve bestimmt. Bei mehr als 250 Personen wurden Abstriche der Wangenschleimhaut vorgenommen, um die dabei gewonnenen Zellen auf das Vorliegen von Genschäden zu untersuchen. Insgesamt ist festzustellen, dass es der Bürgerinitiative Gegenwelle gelungen ist, die Bevölkerung von Mastbruch in ausreichender Zahl zur Teilnahme an der Studie zu bewegen. Mangels ausreichender finanzieller Mittel musste jedoch auf die Untersuchung wichtiger biologischer Parameter, wie sie ursprünglich vorgesehen waren, verzichtet werden.

Wie bei der Planung des Projektes festgestellt, handelt es sich beim Mastbruch-Projekt zunächst um eine Pilotstudie, mit der geprüft werden soll, ob eine Hauptstudie zur endgültigen Klärung der Fragestellung überhaupt möglich ist. Von besonderer Wichtigkeit ist es dabei, in Erfahrung zu bringen, ob die Bevölkerung zur Teilnahme an der Studie in ausreichendem Maße motiviert werden kann. Dies scheint zu gelingen. Die bei der Erstuntersuchung vor Inbetriebnahme der Funkanlage erhaltenen Befunde in Mastbruch sollen mit denen von nachfolgenden Untersuchungen verglichen werden. Auf diese Weise soll herausgefunden werden, ob im Falle einer groß angelegten Hauptstudie im Befinden der im Umfeld der Basisstation lebenden Menschen im Verlauf einiger Jahre Veränderungen zu erwarten sind, die mit biologischen Daten erklärt werden können. Mit den beim Mastbruch-Projekt bis jetzt erfassten biologischen Daten dürfte dieses Ziel jedoch kaum zu erreichen sein.